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Dreh-Arbeiten für unsere StartNext-Kampagne

Dezember 18, 2018

Gestern haben wir einen Video-Clip über das Projekt gedreht. Wir wollen damit über die Crowd-Funding Seite StartNext Geld sammeln, um weitere Vorhaben zu finanzieren.

Foto: Carsten Janz

Das Team von „Ein Stück Deutschland“

Wir, das sind Carsten Janz, Berit Ladewig und ich.
Carsten Janz, ein Freund und Kollege, ebenfalls Journalist, ist sozusagen mein Social-Media-Berater ist. Er hat mir beim Bau der Internetseite geholfen und steht mir immer als Berater zur Seite. Außerdem wird er das Video schneiden.
Berit Ladewig ist auch eine Freundin und Kollegin, eine großartige Kamerafrau beim NDR. Als Carsten sie gefragt hat, ob sie Lust hätte, das Projekt zu unterstützen, hat sie nicht gezögert. Es sei ihr eine Ehre, hat sie gesagt. Wie toll! Sie hat eine C100 mitgebracht, eine Großformat-Kamera, die wiederum ein anderer Kollege vom NDR uns geliehen hat. Ich bin begeistert über so viel Unterstützung.

Foto: Carsten Janz, Kamera: Berit Ladewig und am Rechner: Corinna Below

Das weltweite Interesse ist überwältigend!

Mit dem Video wollen wir erklären, warum wir die Internetseite einstueckdeutschland.com mehrsprachig bereitstellen wollen. Es muss deutlich werden, dass es wichtig ist, dass sie nicht nur deutschsprachig ist, sondern auch Spanisch, Englisch und sogar Hebräisch.

Die meisten Klicks bekommt die Seite in Deutschland. Das ist klar. Aber dann gibt es auch Menschen in vielen anderen Ländern, die sich für das Projekt interessieren. Allen voran Argentinien, die USA, aber auch die Ukraine, Indien und Australien. Dieses Interesse ist überwältigend!

Foto: Carsten Janz

Meine Hoffnung ist, Nachfahren der Menschen zu finden, über die ich geschrieben habe. Nicht alle sprechen Deutsch, denn das Deutsche geht über die Generationen in vielen Familien verloren.
Aber wie sollen die Nachfahren von meinem Projekt erfahren, wenn sie die Texte gar nicht lesen können?
Aber nicht nur für die Nachfahren der Portraitierten sind die Übersetzungen wichtig. Ich wünsche mir, dass auch diejenigen, die weder Deutsch sprechen, noch eine verwandtschaftliche Verbindung zum Projekt haben, die 49 Lebensgeschichten lesen können.

Foto: Carsten Janz

Die Übersetzerin, selbst ein Flüchtling

Für die Spanisch- und Englisch-Übersetzungen habe ich bereits eine Übersetzerin: Renate Pfromm. Sie lebt in Kassel, ist aber in Buenos-Aires/ Argentinien aufgewachsen. Sie war 2 Jahre alt, als sie zusammen mit ihren Eltern Hanna und Fritz Grünwald 1938 über Le Havre vor dem Nationalsozialismus geflohen ist.

Hanna Grünwalds Tochter Renate und Marion Rosenthal auf dem Fluchtschiff "Aurigny" im August 1938

Hanna Grünwalds Tochter Renate (rechts) mit Marion Rosenthal auf dem Fluchtschiff „Aurigny“ im August 1938

Sie ist zum Studium nach Deutschland zurückgekehrt und hier geblieben. Über sie kam der Kontakt zu ihrer Mutter und damit zum Hogar Adolfo Hirsch, dem Altenheim für Deutsch sprechende Juden. Mit anderen Worten: Sie ist eng mit dem Projekt verbunden. Sie wird für die Übersetzungen kein Geld nehmen. Das ist großartig!
Ein*e Hebräisch-Übersetzer*in habe ich aber noch nicht gefunden. Sie wird aber wahrscheinlich Geld kosten.

Außerdem wird es Geld kosten, die Internetseite mehrsprachig einzurichten. Da laufen dann jährlich Kosten an.

„Ein Stück Deutschland“ – Der Film

Außerdem will ich zusammen mit der Kamerafrau Berit Ladewig nach Argentinien reisen, um die letzten 11 der Portraitierten noch mal zu besuchen. Die 11, die noch leben. Denn alle anderen sind schon gestorben. Ich will sie begleiten, sie noch mal interviewen und das mit der Kamera. Dieses Mal möchte ich also einen Film drehen. Wir haben nicht mehr viel Zeit!


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